In Isjum und Charkiw ist die Lage weiterhin äußerst schwierig. In manchen Nächten sinken die Temperaturen auf unter minus 20 Grad. Strom, Wasser und Gas stehen nur noch unregelmäßig und selten zur Verfügung, und wenn es Strom gibt, ist die Spannung häufig so gering, dass elektrische Geräte kaum nutzbar sind. Das Gas ist oft von so schlechter Qualität, dass es sich nicht für Gasöfen eignet, weshalb viele Wohnungen tagelang ungeheizt und bitterkalt bleiben. Die anhaltende Bedrohung aus der Luft in Verbindung mit der extremen Kälte verlangt den Familien und insbesondere den Kindern enorm viel ab. Die Kinder reagieren mit großer Dankbarkeit auf die Schlafsäcke, die wir bislang verteilen konnten, denn für viele von ihnen sind sie in den kalten Nächten zu einer der wenigen verlässlichen Wärmequellen geworden. Angesichts der großen Not haben wir beschlossen nach Möglichkeit auch Kinder aus den umliegenden Dörfern mit Schlafsäcken zu versorgen. Die ersten Lieferungen werden in Kürze in Isjum eintreffen, und wir hoffen, diese Hilfe Schritt für Schritt ausweiten zu können, um noch mehr Kindern ein wenig Schutz und Wärme aus Deutschland zu ermöglichen. Zusätzlich helfen wir den Familien mit Brennholz, damit sie die kalten Tage und Nächte besser überstehen können. Wir sind für jede Unterstützung dankbar.

